Wir trauen uns was!

Und verzichten 2019 bei der Kommunalwahl auf eigene Plakate der SPD Ortspartei.

„Könnt Ihr nicht machen“, lautet die einhellige Meinung erfahrener Wahlkämpfer und Partei politischer Weggefährten. Doch können und werden wir! Auch die Konkurrenz ist sich einig, keine Plakatwerbung an Straßenmasten ist ein No-Go, ein schwerer taktischer Fehler und wird sich am Ende negativ aufs Wahlergebnis auswirken.

Das heisst, aber nicht, dass es überhaupt keine Plakate von der SPD gibt, da die Bezirks- und Bundesgliederungen unabhängig plakatieren.

Was solls? Wir wagen den Selbstversuch. Und das ohne vorherige Absprachen mit Mitbewerbern um die begehrten Sitze in der Gemeindevertretung. Wir fordern keine Solidarität, keinen parteiübergreifenden Verzicht, keine Zurückhaltung von anderen. Solche Vereinbarungen mit der gesamten Konkurrenz waren in der Vergangenheit schon schwierig, die völlig Abkehr von Plakaten unmöglich.

Wir wollen ein Zeichen für die SPD in Birkenwerder setzen und haben gute Argumente auf unserer Seite:

Bürgerinnen und Bürger reagieren zunehmend genervt auf Plakatierung in Wahlkampfzeiten.

  • Wahlplakate verschandeln das Ortsbild über mehrere Monate in der heißen Wahlkampfphase.
  • Wahlplakate provozieren Widerspruch und Vandalismus.
  • Wahlplakate behindern Fußgänger und Radfahrer, nehmen die Sicht, verengen den ohnehin schon knappen Raum auf Gehwegen und Radfahrpisten, gefährden im schlimmsten Fall sogar die Verkehrssicherheit durch Sichtbeeinträchtigung und erhöhen die Gefahr durch Ablenkung der Verkehrsteilnehmer.
  • Wahlplakate sind hochgradig umweltschädlich. Aus Kostengründen kommen ausschließlich Hohlkammerplakate zum Einsatz. Um licht- und wetterbeständig zu sein, bestehen diese zu einem hohen Prozentsatz aus Kunststoffen, wie Polypropylen . Diese werden unter hohen Energieeinsatz hergestellt, sind schwer recyclebar, belasten die Umwelt und werden am Ende in der Regel verbrannt.
  • Wahlplakate stellen bei ihrem Entwurf, der Plakatierung und Pflege politische Wettstreiter vor große Herausforderungen. Einzelbewerber, kleine Wählergruppen und Ortsvereine, wie unserer, müssen die Plakate selbst gestalten und bezahlen. Finanzstarke, spendenfinanzierte Gruppierungen setzen Werbeagenturen, Stilisten und professionelle Fotografen ein. Die Plakatierung übernehmen dann kommerzielle Kolonnen. Wo andere klotzen, ist bei uns kleckern und kreative Handarbeit angesagt. Diese Zeit möchten wir gerne anders sinnvoll nutzen und mit Bürgerinnen und Bürgern in ein persönliches Gespräch kommen.
  • Wahlplakate rauben den Blick auf das Wesentliche. Letztlich sind sie wenig aussagekräftig.

In Zeiten moderner digitaler Medien stehen andere Werbeplattformen zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen.

Einziger schwer zu entkräftender Sinn und Zweck von Plakaten. Sie machen auf anstehende Wahlen aufmerksam.

Deshalb hier an dieser Stelle unsere Bitte: Am Sonntag, den 26. Mai 2019 wählen gehen!